Picture of our commercial director Lennart Hinrichs

Lennart

ER BAUT DAS GESCHÄFT ZUR TECHNOLOGIE AUF

Lennart hat Business-Erfahrung auf der ganzen Welt gesammelt: In Neuseeland, Argentinien, Schweiz und Deutschland hat er in den vergangenen Jahren gearbeitet und studiert. Heute kümmert er sich bei TWAICE als Commercial Director um den Aufbau des Geschäftsmodells. „Wir haben ja den speziellen Fall, dass unsere Technologie bereits vorhanden war, ehe wir eine komplette Vermarktungsidee hatten“, erklärt der 27-jährige. Die Technik für die im Sommer 2018 gestartete Firma hatten die beiden TWAICE-Gründer Stephan und Michael an der TU München entwickelt. Sie besteht aus einer innovativen Software, mit der sich der Gesundheitszustand moderner Lithium-Ionen-Batterien feststellen lässt.

Dass diese Technologie neu und bahnbrechend war, stand vor der Firmengründung immer fest. Doch wie lässt sie sich vermarkten? Das war die Frage, für deren Antwort Lennart an Bord kam. Er ist einer derjenigen, die die professionellen Unternehmensstrukturen um die Geschäftsidee herum aufbauen.

Dabei kann der gebürtige Hannoveraner auf ein solides Handwerkszeug zurückgreifen, gelernt an der renommierten Management-Schule der Universität St. Gallen. Dort hatte er bis 2016 Betriebswirtschaft und Unternehmensführung studiert. Anders als seine Kollegen bei TWAICE ist Lennart also kein Ingenieur, sondern Ökonom. Als solcher war er nach dem Studium zunächst bei einer Strategieberatung mit Wachstumsthemen für Unternehmen beschäftigt. Er entwickelte Geschäftsmodelle für große Firmen – genau die Frage, die ihn heute bei TWAICE umtreibt.

Sein Fazit nach einigen Stationen in großen Konzernen: „Das will ich nicht nochmal erleben.“

Lennart liebt die Dynamik in dem jungen Unternehmen ohne Hierarchien. Und die Vielfältigkeit seiner Aufgaben: „Hier müssen wir alles von unten aufbauen, das bedeutet vor allem praktische Arbeit“, beschreibt er seinen Alltag. Er ist viel bei Kunden und versucht, deren Anforderungen zu verstehen. Dann unterbreitet er ihnen Vorschläge zum Einsatz des TWAICE-Produktes.

Seine externen Gesprächspartner bauen Autos oder Nutzfahrzeuge mit Elektroantrieb, versichern stationäre Stromspeicher oder entwickeln elektrische Werkzeuge. Alle haben ein gemeinsames Problem: Die teuren Batterien, Herzstücke der Produkte, sollen besser verstanden werden. Entwickler und Betreiber wollen wissen, was im Innern der Akkus los ist, und zwar zu jeder Zeit. Nur mit diesen Einblicken lässt sich beurteilen, wie lange die Batterie noch hält und wie sie besser genutzt werden kann. Bislang tappen die Ingenieure aber dabei noch meist im Dunkeln.

Die TWAICE-Software liefert ihnen dieses Wissen. Sie erstellt einen digitalen Zwilling von der Batterie, mit dessen Hilfe sich deren Gesundheitszustand exakt bestimmen lässt – auch für die künftige Nutzung.

Beim Blick in die Zukunft hat Lennart klare Vorstellungen: „Wir müssen jetzt schnell die Organisation der Firma ausbauen.“ Also einzelne Geschäftsbereiche aufteilen, Reporting Lines schaffen, den Mitarbeiterstand gezielt aufstocken. Klar ist nämlich, dass TWAICE kräftig wachsen wird. Die Elektromobilität steht vor dem Durchbruch, für die nächsten Jahre wollen alte und neue Hersteller Millionen Fahrzeuge mit Batterien verkaufen.

Ab 2020 dann wird bei TWAICE wohl eine weitere Stufe gezündet: Dann soll die Firma soweit strukturiert sein, dass sie den Sprung über den Atlantik wagen kann. Dort lockt der riesige US-Markt, den sich TWAICE nicht entgehen lassen kann. Klar ist aber: „München bleibt unsere Basis, hier haben wir eine fantastische Umgebung für unser Geschäft.“

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